
Die "Valle dei laghi" im Trentino
Nicht nur Südtirol hat schöne Seen zu bieten, ins unserer Nachbarprovinz dem Trentino ist sogar ein ganzes Tal danach benannt: die “Valle dei laghi“, was zu Deutsch so viel wie „das Tal der Seen“ heißt.
In unserem Hotel-Journal stellen wir Ihnen gerne Ausflüge vor, die wir selbst unternommen haben. Auch wenn wir nicht allzu oft die Gelegenheit für eine kleine Auszeit finden, nutzen wir sie gerne, um neue Ecken unserer wunderschönen Region zu entdecken.
Unser erster Halt führte uns zum Tobliner See. Direkt am Ufer erhebt sich das romantische „Castel Toblino“. Im Schloss selbst befindet sich ein gehobenes Restaurant. Etwas unterhalb lädt ein gemütliches Tagescafé mit herrlicher Seeterrasse zum Verweilen ein – genau der richtige Ort für eine entspannte Mittagspause. Dank der schützenden Bergkulisse und des milden Einflusses des Gardasees herrscht hier ein beinahe mediterranes Klima. Rund um den See wachsen Olivenbäume und andere wärmeliebende Pflanzen. Das dichte Schilf am Ufer bietet zahlreichen Zugvögeln, Enten und Fischen einen geschützten Lebensraum. Ein Spaziergang entlang des Sees ist daher ebenso empfehlenswert wie eine Radtour durch das idyllische Tal der Seen.
Nach dem Mittagessen sind wir zu unserer zweiten Station des Tages aufgebrochen und haben uns auf den Weg Richtung Gardasee gemacht. Diesmal zog es uns jedoch nicht direkt an das „Gardameer“ – wie der Gardasee bei uns in Südtirol gerne genannt wird. Stattdessen fuhren wir am Cavedinesee vorbei und bogen kurz vor Riva del Garda, bei Arco, in Richtung Tenno ab. Bevor wir beim See angekommen waren, haben wir einen Abstecher in Tenno bzw. beim mittelalterlichen Dorf Canale gemacht, das zu den schönsten Dörfern Italiens zählt. Es zahlt sich wirklich aus eine kurze Pause einzuplanen, um einen Sprung in die Vergangenheit zu machen. Hier erinnert vieles an vergangene Tage: alte Brunnen, an denen die Wäsche gewachsen wurde, enge Gassen, historische Steinhäuser und liebevoll restaurierte Gebäude vermitteln das Gefühl, eine Reise in die Vergangenheit zu unternehmen.
Nach diesem Stopp sind wir die wenigen Kilometer weiter zum Tennosee gefahren. Leider hat es hier kurzzeitig zu regnen angefangen, weshalb wir uns entschlossen haben die Tour zum Molvenosee fortzusetzen. Nicht umsonst wird dieser See mit als „der schönste See Italiens“ beworben! Wir haben an einem der vielen (gebührenpflichtigen) Parkplätze in der Nähe der Uferpromenade geparkt. Gerade für Kinder ist der Molvenosee ein Paradies. Am 12 Hektar großen Strand gibt es drei Spielplätze und viele Möglichkeiten zum Toben und ausgelassen zu spielen. Aber auch für die Erwachsenen wird etwas geboten, denn die ausgedehnte Liegewiese biete jede Menge Platz um ein Sonnenbad zu genießen und dabei immer auch ein Auge zu den spielenden Kindern zu werfen.
Für diese Tour empfiehlt es sich relativ früh zu starten. Die Rundtour umfasst etwa 270 Kilometer, und allein die Fahrzeit beträgt rund fünf Stunden. Damit genügend Zeit für Spaziergänge, Besichtigungen und eine gemütliche Einkehr bleibt, empfiehlt sich ein früher Aufbruch. So lässt sich die beeindruckende Seenlandschaft des Trentino ganz entspannt genießen.
Alle Fotos in diesem Beitrag stammen aus dem eigenen Archiv.








